Der Pin steckt fest…
Holz arbeitet. Bei höherer Luftfeuchtigkeit expandiert es, bei trockener Luft schrumpft es etwas. Daher kann es passieren, dass der Pin, der eigentlich auf das Loch hin genormt ist, dennoch manchmal zu fest oder zu locker sitzen kann. Während Letzteres nicht so schlimm ist, kann Ersteres frustrieren, da man den Pin dann nicht mehr so leicht wechseln kann. Deshalb haben wir – mit Ausnahme des Self – an allen Geräten Durchstecklöcher hinter die Aufnahmelöcher gesetzt. Sollte mal ein Pin feststecken, kann man einen geeigneten dünnen Gegenstand dort hindurch schieben und der Pin fällt auf der anderen Seite heraus. Wir haben dafür übrigens sogar einen eigenen, optimal geformten und mit einer geschickten Aufhängung versehenen Holzstift im Sortiment.
Beim Self muss man in diesem Falle etwas werkeln: Man nimmt am Besten eine Zange, um den Pin vorsichtig aus dem Loch mit wackelnden Bewegungen heraus zu lösen. Um das Holz nicht zu beschädigen, empfiehlt es sich, dabei ein Tuch (z.B. ein Küchentuch o.ä.) um den Pin zu machen. Alternativ dazu kann man das Gerät auch auf die Heizung legen, der Pin sollte sich durch die warm-trockene Luft in kurzer Zeit etwas zusammenziehen und dadurch leichter lösen lassen.
Ja, natürlich, das geht auch. Wir empfehlen immer, zunächst die Finger zum Suchen zu benutzen, aus dem einzigen Grund, dass die Finger etwas sensibler sind und eine Rückmeldung geben, ob etwas Hartes zu spüren ist. Das kann man mit den Pins natürlich auch machen, nur vielleicht nicht ganz so gut bzw. sensibel. Versuchen Sie „durch den Pin“ zu spüren!
Ich benutze in meiner Praxis gerne das Bild von den Fröschen auf den Seerosen: alle zusammen machen ein (für dieses Beispiel) unangenehm lautes Konzert, und man schießt mit der Zwille (natürlich nur mit harmlosen, veganen Erbsen!) den lautesten Frosch von der Seerose. Danach ist das Konzert ein wenig leiser, aber es gibt immer noch einen Frosch, der am lautesten quakt. So kann man eine ganze Zeit damit verbringen, stets den lautesten Frosch zu jagen und es kommt einem so vor, als würde der gleiche laute Frosch einfach nur die Seerose wechseln. In der Praxis ist es mit den Muskeln und Schmerzpunkten nicht selten auch so.